DER SOLEWEG VON BAD GOISERN NACH STEEG

Etappe 2: Von Bad Goisern nach Steeg am Hallstättersee

 

Chrakteristik: Dieses Teilstück ist mit 7.2 km am längsten und durchquert das ganze Goiserertal in durchschnittlich 500 m Meereshöhe an der nordwestlichen Peripherie. Der Soleweg zieht sich anfangs ab Bad Goisern-Weissenbach und dann oberhalb der Traun und der Ortschaft Wildpfad durch Felder und Mischwälder hindurch. Nach 2 km könnte man schon in der Nähe des Kurhauses Hanuschhof in ein gemütliches Gasthaus direkt an der Traun einkehren. Wie schon erwähnt ist im ersten Abschnitt die Traun ein Wegbegleiter. In der schmucken Goiserer Ortschaft Gschwandt sind dann zeitweise die Straße und Soleleitungsweg identisch. Grundsätzlich nähert man sich immer mehr dem düster wirkenden Ramsaugebirge. In Gschwandt geht es ein paarmal auf der Straße auf und ab, bevor man wieder von Wiesen und Wald umgeben wird.

Vor allem der Wegabschnitt im Bereich vom Hanuschhof ist besonders bei Kurgästen beliebt. Ständig wechselnde Aussichten und abwechslungsreiches Gelände sind die Hauptmerkmale dieses gut beschilderten Soleweg, Der fast immer ebene Weg führt auch an einer ehemaligen Solestube vorbei, welches heute als eintrittsfreies Museum dient. Kurz vor dem Ende dieses Wegabschnittes passiert man noch eine interessante Schießstätte.

Dieser Teilbereich des Soleweges führt bis zum Beginn des Hallstättersee bzw. dessen Nordende. Im Nahbereich befindet sich der Ausfluss der Traun und die Ortschaft Steeg mit der historischen Seeklause. In der Nähe gibt es auch einige gastliche Wirtshäuser sowie ein Anschluss an Bahn, Postbus und Schiff.

Als Alternative kann man statt dem Soleweg teilweise auf den Traunreiterweg gehen. Dazu geht man in Weissenbach ein kurzes Stück zur Traun und biegt nach der Brücke sofort nach rechts ab. Dieser Traunreiterweg ist auch als Radweg R2 bezeichnet und führt direkt dem Fluss entlang nach rund 2.5 km bis zur zur Sophienbrücke. Über die Brücke gehend erreicht man wieder den Soleweg.


Bild 1:  In der Ortschaft Weißenbach Haus Nr. 17 beginnt die 2. Etappe vom Salzkammergut-Soleweg.

Bild 2:  Schon nach wenigen Metern steht am Wegesrand eine ehemalige sogenannte Solewärmestube.

Bild 3: Die blauen Würfel geben mit 14 km die Entfernung zum Hallstätter Salzberg an.


Die Fortsetzung vom Salzkammergut Soleweg beginnt bei der Straßenkreuzung im Zentrum der Ortschaft Weissenbach neben dem Gasthaus, Weissenbach Nr. 17. Der Soleweg ist hier identisch mit dem KARL PILZ RUNDWANDERWEG.

Hinweistafeln geben die Entfernung nach Bad Goisern mit 3 km und nach Hallstatt mit 14 km an

Schon nach wenigen Metern Anstieg am Salzkammergut Soleweg bzw. Karl Pilz Rundwanderweg kommt man zu einer alten Solestube auf der linken Seite. Rechts steht eine Tafel,  welche über das frühere „Verkehrswesen“ und die „Chronik des Hallstätter Salzbergbaues“ informiert. Bergwärts führt ein markierter Steig zu den Häusern am Hochmuth bzw. zur Aussichtswarte auf der Jochwand in 819 m Höhe.

Der Soleweg führt anfangs entlang leicht gewunden in südliche Richtung. Rechts befinden sich Felswände und links teilweise ein Eisengeländer. Einige Meter unterhalb verläuft die Engleithensraße. Man kommt zu einer

 

Blauer Würfel: 14.0 km zu Hallstätter Salzberg

 

nach 840 m:

WEGKREUZUNG

Das Tal weitet sich und die ersten Häuser der Ortschaft Wildpfad und die Traun kommen in das Blickfeld. Man sieht erstmals zum nahen Ramsaugebirge und erkennt in der Ferne den Krippenstein. Der Soleweg ist schmal und teilweise in den Wiesenhang eingeschnitten.

Es folgen zwei weitere Weg-bzw. Strassenkreuzungen und ein kleiner Bachübergang und erreicht den im Buchenwald die 

 

nach 460 m:

BRÜCKE ÜBER DEN JOCHBACH

Hinter der Brücke zweigt bergseitig der Hanuschhof-Rundweg ab. Hier steht auch die INFO-Säule „LEITUNGSFRISCHEN“.

.Siehe „Ewige(r) Wand„

Man hat einen schönen Ausblick nach Goisern, zur Ewigen Wand und an die Traun. Eine Abzweigung führt zum Hanuschhof

Der ebene und breite Soleweg führt fast geradlinig zur nächsten


Der Salzkammergut Soleweg in der Nähe vom Hanuschhof. Rechts im Bild sieht man das alte Goiserer Traditionswirtshaus "Rassingmühle" und daneben die Traun. Im Hintergrund erkennt man die "Ewige Wand."


 

nach 340 m:

INFO-SÄULE „DIE TRAUN“ UND „SALZZILLEN“

Siehe „Traunreiter„

Das Modell einer Salzzille ist hier zu sehen. Eine Wegabzweigung führt zum Hanuschhof. Gleich darauf kommt man zu einer Sitzbank und sieht dann oberhalb des Soleweges einen Teil vom

 

nach 180 m:

HANUSCHHOF

Siehe „Hanuschhof„

Diese beliebte Kuranlage von der OÖ. Gebietskrankenkasse wird in erster Linie für Heilung und Besserung bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates aufgesucht.

200 m weiter führt eine Brücke über die Fahrstraße, welche zum Hanuschhof führt bzw. zur Ortschaft Unterjoch bzw.zum Hotel "Dachsteinhof"..

Wenige Meter weiter sieht man auf der rechten Seite das Denkmal für die Wohltätigkeitsfamilie Conradi. Gleich darauf erreicht man eine

 

nach 120 m:

BRÜCKE ÜBER DIE STRASSE

Die unterhalb verlaufende Strasse führt zum Hanuschhof und zum Hotel Dachstein.

Unmittelbar vor der Brücke kann man über ein paar Stufen talwärts steigen und kommt direkt zum Gasthaus "Rassingmühle." Dieses urtypische Goiserer Gasthaus befindet sich mit Gastgarten direkt an der Traun.

Blauer Würfel:  12.0  km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg

 

nach 520 m:

WEGKREUZUNG

.Siehe „Bad Goisern am Hallstättersee"„

Hier gibt es zwei Abgängr zur Straße und zur Sophienbrücke über die Traun mit Anschluss in das Zentrum von Goisern bzw. zum Bahnhof. Eventuell auch Anschluss an die Wegvariante "Taunreiterweg" bzw. Radweg R2 auf der gegenüber liegenden Seite der Traun.. Viele Wegtafeln informieren den Wanderer.

Kurz zuvor gibt es bei einer neuerlichen Wegkreuzung eine

 

nach 130 m:

INFO-TAFEL „ARMBRUSTSCHÜTZENVEREIN“

Hier führt ein Waldweg zur Traun hinunter bzw. bergwärts führt ein Steig zum Hotel Dachstein und der Ortschaft Steinach. Der Soleweg geht nun ziemlich geradlinig in südliche Richtung. Meist geht es durch schönen Mischwald zu einer neuerlichen

 

nach 480 m:

WEGKREUZUNG

mit Hinweisschilder wie Zugang zum Hotel Dachstein und der Maiswaldwarte. Abgang in das Tal möglich. Als nächstes folgt die

 

nach 120 m:

INFO-TAFEL: „GAMSJAGATAGE“

.Siehe „Wilderer„

 

Bei dieser Wegkreuzung beginnen die ersten Häuser der Ortschaft Gschwandt und kurz darauf ist man mitten im Zentrum.

Der Weg führt nun entlang einer geteerten Straße in die Siedlung mit ihren vielen neuerbauten Häusern. Nach dem Straßenstück verengt sich der Soleweg wieder und es folgt eine kleine Brücke.  Man kommt zu einer weiteren

 

nach 100 m:

STRASSENKREUZUNG

Siehe „Goisererhütte„

 

Die Straße wird nun bergab rund 20 m nach links verfolgt. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite beim Haus Gschwandt Nr. 17 ist die Fortsetzung auf anderen Straßenseite sichtbar. Etliche Hinweisschilder informieren den Wanderer. . Ein weiteres Schild weist auf die beliebte Goisererhütte hin, welche in etwa 3 Stunden erreicht werden kann. .Hier kommt auch der Salzalpentseig vorbei, welcher dann mit der vorletzten Etappe im Goiserer Zentrum mündet.

Vorbei bei einem alten Heustadel kommt man in ein ausgedehntes Feld, an dessen Beginn befindet sich eine

 

nach 90 m:

SCHRIFT - ROLLE

und eine Bank. Hier kann man sehr detaillierte Informationen über „den Weg des Salzes“ nachlesen. (Geografie, Geologie, Tierwelt, Botanik und Geschichte).

Nun geht es leicht aufwärts am schmalen Soleweg bis zum Waldrand.

 

Blauer Würfel:  11.0  km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg

 


Bild 1: Der gesamte Verlauf vom Salzkammergut Soleweg ist gut beschildert und ein Verlaufen nicht möglich.

Bild 2: Diese Schriftrolle neben dem Soleweg informiert ausführlich über Geografie und Geschichte.

Bild 3: Das Landschaftsbild ändert sich ständig und man nähert sich den Ramsaugebirge.


Der Soleweg verläuft nun geradlinig etwas überhöht durch schönen Buchenwald. Es folgt eine

 

nach 400 m:

WEGKREUZUNG

Mit den Hinweistafeln: Waldweg nach Steeg 90 Min, Giselawarte sowie Goisererhütte – Gosau und Bad Goisern..

Nach 180 m tritt man aus dem Wald heraus.

 

Blauer Würfel:  10.5  km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg.

 

Bei der nächsten Einmündung des Soleweges in eine Straße muss man nach links abbiegen. Nach 50 m kommt man zur

 

nach 220 m:

STRASSENKREUZUNG IN GSCHWANDT

Nun folgt ein ansteigendes Straßenstück mit teilweise vorhandenen Gehweg. Dieses führt in südlicher durch die Ortschaft Gschwandt. Nach 290 m Länge wird der höchster Punkt erreicht. Man hat zwischen den Häusern einen schönen Blick zum Krippenstein und Ramsaugebirge. Ein Wanderer, welcher die ganze Strecke von Bad Ischl bis zum Hallstättersee geht, hat jetzt die Hälfte der Strecke hinter sich.

In der Folge geht es wieder entlang der Straße leicht abwärts bis zu einer weiteren

 

nach 680 m:

STRASSENKREUZUNG

Hinweistafeln:  Ramsau, Karl Pilz Rundwanderweg, Salzkammergut – Soleweg, Steeg-Hallstatt.

Nach rechts beginnt der ansteigende Güterweg Gschwandt. Diese Güterstraße ist gekennzeichnet mit einer Tafel „Sackgasse“. Nach der ansteigenden Straße erreicht man eine

 

nach 230 m:

WEGKREUZUNG

Auf der linken Seite zweigt der nun sehr schmale Soleweg durch eine Wiese ab. Man kann gelegentlich eine Pferdezucht sehen. Der Weg wird dann breiter und links und rechts tauchen einige Häuser auf. Es folgt eine

 

nach 380 m:

WEGKREUZUNG MIT DER STRASSE

Man kommt zum Güterweg Gschwandtstraße, überquert diese und erreicht gleich darauf das

 

nach 70 m:

SOLESTUBE ECK

Siehe „Predigttstuhl„

In diese hölzerne Solestube wurde im Sommer ein frei zugängliches Museum eingebaut. Es zeigt die Salzbergleute mit ihren Arbeitsgeräten, Werkzeuge, historische Bilder, einen Hunt und einen Sole-Ablaßkasten. Man hat einen schönen Blick zum Predigtstuhl. Anschließend beginnt eine geteerte, leicht ansteigende Straße. Links befindet sich Wald, rechts stehen einige Häuser. Man kommt zu einer weiteren


Bild 1:  Diese ehemalige Solestube wurde zum Museum umgebaut und ist im Sommer frei zugänglich.

Bild 2:  Im Museum sind Werkzeuge, alte Soleleitungen und Bilder von den Salzbergarbeitern ausgestellt.

Bild 3:  Ein sogenannter "Hunt" aus dem Hallstätter Salzberg ist einer der interessanten Ausstellungsstücke.


nach 500 m:

STRASSENKREUZUNG

Man folgt der Straße Goisern-Ramsau (Ortsende-Tafel Gschwandt) ein Stück abwärts und biegt nach rechts in den Waldweg ein. Eine Hinweistafel gibt 2 km nach Steeg an. Am Waldrand befindet sich die

 

nach 120 m:

INFO-SÄULE „GROSSMUTTERS SALZREZEPTE“

.Siehe „Holzknechtnocken"

Hier lohnt sich eine kleine Rast und man kann nebenbei einige Kochrezepte wie z. B. „Wiener Schnitzel“ und "Kaiserschmarren" von der INFO-Säule ablesen. Tisch und Bank mit der Beschriftung „Salzalpensteig“ sind vorhanden. Nun geht es wieder durch Mischwald und man kommt zu einer

 

Blauer Würfel:  8.5 km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg.

 

 

nach 210  m:

HOLZBRÜCKE MIT EISENGELÄNDER

Diese führt über einen periodisch aktiven Bach mit viel Schuttmaterial.. Der Soleweg verläuft weiterhin flach und parallel mit der Hochspannungsleitung.

Als Alternative kann man parallel zum Soleweg etwas oberhalb entlang der Hochspannungsleitung wandern. Dieses freie Gelände ist besonders für Botaniker (Latschen, Föhren, verschiedene Straucharten) zu empfehlen. Man erreicht ein offenes

 

nach 330 m:

EISENGATTER

Die Alternativroute entlang der Hochspannungsleitung endet hier.

 

Blauer Würfel:   8.0 km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg

 

Kurz darauf erreicht man das

 

nach 140 m:

WASSERWERK

Diese Wasserversorgungsanlage für das nahegelegene SGL Group-Werk auf der linken Seite ist mit einem Drahtzaun abgesichert. Ein separater Weg führt bei der Sitzbank hinunter zur Fabrik.

Etwas weiter nach einer kleinen Brücke steht eine INFO-Tafel „Der Soleweg. Die älteste Pipeline der Welt."“ Der Wald besteht hier aus etwa 80 % Fichten und man kommt im offenen Gelände zum alleinstehenden und schmucken

 

Blauer Würfel: 7.5 km Entfernung bis zum Hallstätter Salzberg

 

nach 750 m:

SCHÜTZENHEIM

Bei dieser interessanten Schießstätte zielen die Schützen leicht bergauf über ein Latschenfeld auf die Scheiben. Ein blumengeschmückter Gedenkstein ziert das Haus. Eine weitere Gedenktafel steht am Wegrand. Kurz darauf erreicht man eine

 

nach 120 m:

WEGKREUZUNG

Ein Hochspannungsmasten steht direkt bei der Wegkreuzung. Wegtafeln weisen auf die in der Ortschaft Steeg vorhandene Bushaltestelle, Bahnhof und Ostuferwanderweg hin. Man wird auch über naheliegende Gasthäuser informiert..

Zur Bundesstraße B145 sind es rund 200 m, bis zum Hallstättersee (Steegbrücke) 400 m. Nach der Brückenüberquerung erreicht man das Gasthaus „Steegwirt.“ Zum ÖBB-Bahnhof Steeg / Gosau mit Postbus-Verbindungen sind es ab dem Brückenende etwa 10 Minuten Gehzeit.

Der breite Soleweg in Richtung Hallstätter Salzberg verläuft geradeaus. 

 

Hier endet die 2. Etappe. Fortsetzung erfolgt  mit der 3. Etappe „Von Steeg zum Gosauzwang.“

  


Bild 1:  Schützenvereine haben im Inneren Salzkammergut eine hohe Tradition und wenig Nachwuchsprobleme.

Bild 2: In Bad Goisern findet einmal im Jahr die sogenannte Gamsbartolympiade statt.

Bild 3: Wichtig für die Wirtschaft und Arbeitsplätze ist diese Firma in Steeg in der Nähe vom Soleweg.


HINWEISE UND DETAILINFORMATIONEN

 

Ewige Wand

Die „Ewige Wand“ heißt genaugenommen „Ewiger Wand“ und zieht auf der rechten Seite den Blick auf sich, wenn man durch das Goiserer Tal in Richtung Bad Ischl, fährt. Die Ewige Wand wird am einfachsten ab Bad Goisern über das Gasthaus „Rathluckn“ erreicht. Bis dahin kann man auch mit dem Auto fahren. Der anschließende Weg führt anfangs durch den Märchenwald mit geschnitzten Sagenfiguren und anschließend durch die ausgesprengte Wand. Eindrucksvoll ist der Tiefblick nach Bad Goisern und zu den umstehenden Bergen.

Über den Wandrücken führt ein Steig zum 1.2.. m hohen Predigtstuhl. Diese großartige alpine Aussichtskanzel gehört zu den beliebtesten Alpinzielen im Goiserer Land. Der unschwierige, aber ausgesetzte Gipfel kann von mehreren Seiten bestiegen werden. Zusätzlich führen einige Kletterrouten durch die Wände.

 

Traunreiter
Zwischen den 16. und 19. Jahrhundert gab es den Berufsstand der Traunreiter. Diese Männer hatten die Aufgabe, in der schiffbaren Zeit, die in Ebensee entladenen Salzschiffe mit Getreide, Wein und Proviant wieder nach Steeg am Hallstättersee zurückzuführen. Dafür wurden starke Rösser gezüchtet, welche dann entlang von Treppelwegen die Schiffe traunaufwärts zogen.  Diese schwierige Arbeit war mit dem Bau der Eisenbahn im Jahr 1876 schlagartig beendet. Ein Mosaikbild mit der Darstellung eines solchen Gegenzuges ist in Bad Ischl an der Fassade vom Hotel "Goldenen Schiff" zu sehen.

 

Hanuschhof

Diese Kuranstalt bei Bad Goisern ist in erster Linie spezialisiert auf Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Bewegungs- und Stützungapparates einschließlich Osteoporose. Die normalerweise 21-tägige Kur kann auch zur Erhaltung der Mobilität im Alter angewendet werden. Auch ambulante Behandlungen sind möglich. Die Kuranstalt verfügt über 100 Einzelzimmer und 14 Doppelzimmer und ist im medizinischen Bereich auf den modernsten Stand.

In der Umgebung gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten, wobei der der Salzkammergut Soleweg.besonders beliebt ist.

 

Wilderer

Der Mythos über die Wilderer ist im gesamten Alpenraum zuhause. Natürlich auch im Salzkammergut, wo sich Jahrhunderte lang der hasburgerischenAdel samt dem jeweiligen Kaiser aufhielten. Die kaiserliche Jagd stellte stets einen Höhepunkt im Sommeraufenthalt von Kaiser Franz Joseph dar, welcher es auf ….. Abschuss von Gams Wild brachte. Natürlich waren da eine Menge von Jägern, Treibern und Aufsichtspersonen beschäftigt. Das „gemeine Volk“ hatte für das gleichzeitige Jagdverbot der Einheimischen wenig Verständnis und besorgte sich das Wild auf illegale Weise. In erster Linie ging es hier nicht um die Jagdleidenschaft, sondern um zusätzliche Nahrung für die kinderreichen Familien zu beschaffen. So kam es im Laufe der vielen Jahre immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Jägern und den Wilderern, welche teilweise blutig endeten. So hat sich oberhalb vom Gosauzwang in Richtung des Löckerkogel eine bemerkenswerte Geschichte abgespielt. Noch heute findet man im Goiserer Gemeindegebiet alte Hinweise wie Marterln und Ortsbezeichnungen auf solche unerwünschten Begegnungen. Nicht wenige Lieder verherrlichen das Wilderertum.

Das Wildern ist auch heute noch nicht ausgestorben. Nur handelt es sich jetzt um ein Verbrechen, denn kein Mensch hat es heute mehr nötig, aus Hunger wildern zu gehen. Ein altes Sprichwort möchte ich noch gerne anführen, welches einen tiefen Wahrheitsgehalt beinhaltet: „Aus den größten Wilderen wurde die besten Jäger.“

 

Bad Goisern am Hallstättersee

Bad Goisern am Hallstättersee ist eine Marktgemeinde mit einer Fläche von 112 km2. Das Ortszentrum liegt bei 500 m Meereshöhe, aber die vielen umliegenden Ortschaften um einiges höher. So gibt es 31 Ortschaften, die alle zu „Goisern“ gehören, in denen rund 7.500 Menschen leben. Einer der größeren Ortsteile ist außer dem Zentrum noch Gschwandt, wo 650 Personen gemeldet sind. Seit 1955 führt der Markt den Zusatz „Bad“ und seit 2008 „am Hallstättersee“.

Das Goiserer Gebiet blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Schon lange bevor im frühen Mittelalter der alte Name „gebisharn“ auftauchte, waren die Römer hier. Zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert wurde im Leislingwald am Fuße vom Sandling nach Salz gesucht. In St. Agatha gab es bereits eine römische Saline und in der Nähe vom sagenumwobenen Arikogel standen römische Luxushäuser mit Fußbodenheizung und Bad. Einige Streufunde deuten sogar auf eine vorchristliche Besiedlung hin.

Ab dem 7. Jahrhundert siedelten Alpenslawen in Goisern und kurze Zeit darauf folgten die Bajuwaren. Ab 1298 wurde Goisern habsburgisch. Für die Saline in Hallstatt und später in Bad Ischl brauchte man viel Holz zur Befeuerung der Pfannen. So gab es gerade im Goiserer Tal sehr viele Holzknechte, das Talent für die Holzbearbeitung hat sich bis in die heutige Generation erhalten. Die Menschen in Goisern sind bekannt für ihre Originalität und Kreativität. Musik und Brauchtum haben einen hohen Stellenwert. Der Vogelfang zum Überwintern einiger Singvogelarten wird noch intensiv gepflegt. Vereine für Armbrustschützen haben keine Nachwuchsprobleme, ebenso die Glöckler, welche am 6. Januar ihre Runden ziehen.

An sportlichen Aktivitäten sind die jährlichen stattfindende Mountainbike Trophy hervorzuheben. Aber auch Skilauf, Skispringen, Rodeln und Eisstockschützen haben einen hohen Stellenwert. Einige Goiserer haben es zur internationalen Berühmtheit gebracht wie beispielweise der Politiker Jörg Haider, der Musiker Hubert Achleitner (Hubert von Goisern), der Sänger Wilfried Scheutz oder Gerhard Pilz (fünffacher Rodelweltmeister), um nur einige zu nennen.

An Sehenswürdigkeiten sind vor allem die kath. und evangelische Kirche in Goisern und die Kirche in St. Agatha anzuführen. Weiter die Chorinsky-Klause, das Heimat- und Landlermuseum und das Erlebnismuseum Anzenaumühle.

Goiserer Hütte

Die Goiserer Hütte in 1.592 m Höhe ist einer der beliebtesten alpinen Hütten im Goisererland und fast ganzjährig geöffnet. Die ursprüngliche AV-Hütte wurde 1933 erbaut und 2013 generalsaniert. In der gemütlichen Gaststube haben gut 40 Personen Platz und es stehen 30 Schlafplätze zur Verfügung. Von der großen Terrasse hat man einen herrlichen Überblick über das Goisererland und die umliegenden Berge. Es ist vor allem die gemütliche Atmosphäre, welche dem Wanderer empfängt, wenn er von Goisern oder Gosau aus in zwei bis drei Stunden den Aufstieg hinter sich hat. Von der Goisererhütte aus erreicht man in 45 Minuten den aussichtsreichen Hohen Kalmberg. Der 1.6.. m hohe Gipfel hat die berühmte Form eines Indianerkopfes. Umweit der Hütte gibt es noch eine interessante Höhle mit den Namen Kalmooskirche. Diese Höhle ist frei zugänglich und diente während der Gegenreformation den evangelischen Christen als geheimer Treffpunkt. Nähere Informationen siehe unter der gleichen Homepage "Die Kalmooskirche".

 

Predigtstuhl

Der beliebteste Aussichtsberg im Gemeindebegebiet von Bad Goisern hat zwar nur eine Höhe von 1.278 m, bietet aber eine imposante Aussicht zum Hallstättersee und den Dachsteingletschern. Am einfachsten ist der Gipfel mit einigen kurzen Drahtseilsicherungen über das Zentrum von Bad Goisern und freie Auffahrt zum rund 1.000 m hoch gelegenen Gasthaus "Predigtstuhl" zu erreichen. Dort bieten sich mehrere Wegvariationen an und auch ein Klettersteig ist vorhanden. Beliebt ist auch der Rundweg, der über die Roßmoosalm zum Gipfel und zurück über die "Ewige Wand" zum Ausgangspunkt führt. Als Alternative bietet sich auch noch der Besuch vom Schwarzenbachloch an. Diese frei zugängliche Höhle wurde in der Zeit der Gegenreformation als geheimer Andachtsort der verfolgten evangelischen Christen aufgesucht.

 



Bild 1:  Der Hanuschhof ist eine moderne und beliebte Kureinrichtung etwas außerhalb vom Goiserer Zentrum.

Bild 2:  Die schöne Umgebung und das nebelfreie Klima machen den Kuraufenthalt auch im Winter reizvoll.

Bild 3:  Der Soleweg ist zwar im Winter nicht gespurt, aber man kann trotzdem stellenweise gut wandern.


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