Das Innere Salzkammergut gehört zu den höhlenreichsten Gebieten von Österreich. Im Inneren Salzkammergut (hauptsächlich Dachsteingebirge) sind rund 800 Höhlen bekannt, welche zusammen eine Länge von ungefähr 270 km ergeben.

Das längste Karstobjekt ist die derzeit rund 104 km lange Hirlatzhöhle bei Hallstatt.

In der Rubrik HÖHLEN werden in dieser Serie die interessantesten Karstobjekte im Dachstein und Umgebung beschrieben.

Zahllose Bäche, die Traun, "ein Fluss wie ein  Kristall", kleine und große Seen, Aulandschaften,  Hochmoore, Nieder und Hochalmen, endlose Karsthochflächen und  Moränen. Sanfte Hügel, steile Wände und fast dreitausend Meter hohe  Gipfel  mit Gletscher und in Verbindung mit einer intakten NATUR machen das gesamte und vor allem  Innere Salzkammergut  zum begehrten Urlausziel. 

Unter ALLGEMEINES findet man meine Videos und Bücher aus dem Inneren Salzkammergut.

Seit 7.000 Jahren wird in dieser Region nach Salz gesucht.  Kulturen, von der Steinzeit bis zur Römerzeit  haben  viele Spuren hinter-lassen. Oberhalb von Hallstatt befindet sich das älteste  Salzberg-werk der Welt. Der mittelalterliche Bergbau begann offiziell um 1311, hat aber sicherlich aber schon vorher bestanden.

KULTUR und GESCHICHTE(N) wohin man hinsieht.

Unter ARCHIV kann man bereits aktuell veröffentlichte Beiträge nachlesen.


Neue Beiträge:

 

GESCHICHTE: DIE RÖMERTRASSE IM LEISLING

 

 

 


Unter ARCHIV sind folgende Beiträge vorhanden: (ARCHIV anklicken).

 

HÖHLEN:

DIE ERFORSCHUNG DER HIRLATZHÖHLE (anklicken)

DIE BRANDGRABENHÖHLE BEI HALLSTATT 

DER RABENKELLER BEI HALLSTATT 

DER HIRSCHBRUNN-QUELLBEZIRK 

"KESSEL"  UND  "ALTER KESSEL"  BEI HALLSTATT 

DIE KALMOOSKIRCHE 

DIE GSCHLÖSSLKIRCHE 

DIE KARLGRABENHÖHLE  

DIE KOPPENBRÜLLERHÖHLE BEI OBERTRAUN

DAS HÖLLENLOCH BEI LAUFFEN 

DAS TIERGARTENLOCH 

DER WALDBACHURSPRUNG

 

NATUR:

DER HIRLATZ BEI HALLSTATT (anklicken)

DER KOPPENWINKELSEE BEI OBERTRAUN

SCHLANGEN IM INNEREN SALZKAMMERGUT

DAS WARMWASSER AM HALLSTÄTTERSEE

KORALLEN AUS DER GOSAUKREIDE 

SCHNECKEN AUS DER GOSAUKREIDE

STURM AM HALLSTÄTTERSEE

DER WALDBACHSTRUB 

EISKAPELLEN IM INNEREN SALZKAMMERGUT

 

ARCHÄOLOGIE UND KULTUR:

DIE ERZ- UND VITRIOLSTOLLEN BEI BAD ISCHL (anklicken)

DAS "RÖMISCHE GOISERN" 

HIPPOSANDALEN UND HUFEISEN 

KRIPPEN VON HELGA KIENESBERGER

DER ARIKOGEL AM HALLSTÄTTERSEE 

DER GOLDLOCH-STOLLEN BEI HALLSTATT 

 

GESCHICHTE(N):

DIE HÖHLENKIRCHEN IM INNEREN SALZKAMMERGUT (anklicken)

DER SALZKAMMERGUT - SOLEWEG

DER SOLEWEG VON BAD ISCHL NACH BAD GOISERN (Etappe 1)

DER SOLEWEG VON BAD GOISERN NACH STEEG (Etappe 2)

DER SOLEWEG VON STEEG ZUM GOSAUZWANG (Etappe 3)

DER SOLEWEG VOM GOSAUZWANG ZUM SALZBERG (Etappe 4)

DER HISTORISCHE SALZBERGBAU BEI BAD ISCHL

DER DICKLBERGER-THEMENWEG AM ISCHLER SALZBERG

DIALEKTAUSDRÜCKE FÜR ALKOHOLISIERTE MENSCHEN

ERINNERUNGEN AN MEINE KINDHEIT IN HALLSTATT

GOSAUKAMM: DER FREYATURM

GOSAUKAMM: DIE GEDÄCHTNISKAPELLE

GOSAUKAMM: MANDLKOGEL

DIE RÖMERTRASSE IM LEISLING

 


In Planung sind folgende Beiträge:

 

GESCHICHTE(N): GOSAUKAMM: DIE BISCHOFSMÜTZE


 

KURZBESCHREIBUNG DER ARCHIVIERTEN BEITRÄGE

DIE RÖMERTRASSE IM LEISLING

Im inneren Salzkammergut existiert eine römerzeitliche Weganlage, welche heute und damals durch ein ausgedehntes Waldgebiet führt und sich durch die Gemeinden Bad Goisern (Bundesland Oberösterreich) und Altaussee (Bundesland Steiermark) erstreckt. Der zentrale Mittelpunkt dieser Weganlage bildete dabei eine Siedlung am Fuße vom 1.716 m hohen Sandling (Michlhallbach). Die zahlreichen Funde entlang der Trasse und am Siedlungsplatz lassen auf einen fast dreihundert Jahre dauernden Aufenthalt der Römer ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts schließen.

Es handelt sich bei dieser Trasse bzw. Station um die einzige römische alpine Saline oder Salzbergwerk im gesamten römischen Weltreich! Weiters stellt der Fund von fast 200 Hipposandalen entlang der Trasse ein absolutes Novum dar.

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GOSAUKAMM: MANDLKOGEL

Von den vielen Gipfeln und Graten des Gosaukamm ist sicherlich der Große Mandlkogel einer der eindrucksvollsten Felsaufbauten. Es handelt sich um einen dreizackigen, mächtigen Felsenturm innerhalb der sogenannten Gamsfeld-Gruppe. Die mit einer Ausnahme klettertechnisch schwierig erreichbaren Gipfel haben dabei eine Höhe von rund 2.250m. Besonders schön sind die senkrechten Wände und die dazwischen liegenden Kare vom Vorderen Gosausee zu sehen. Bei Windstille spiegeln sich die Gipfel im Gosausee.

Berühmt geworden ist vor allem die Nordkante vom Nördlichen Mandlkogel. Hier stürzte mittlerweile vor über hundert Jahren einer der besten Freikletterer aller Zeiten in den Tod.

 

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EISKAPELLEN IM INNEREN SALZKAMMERGUT

Im südlichen Bereich vom Salzkammergut gibt es mehrere Orte, wo sich aufgrund gewisser Voraussetzungen sogenannte Eiskapellen bilden können.

Die Entstehung der Eiskapellen ist einfach zu erklären und weitgehend von der geographischen Lage, Schneemenge, Temperatur  und Sonneneinstrahlung abhängig.

Bei den Eiskapellen handelt es sich um ein vergängliches Schneegebilde, welche jährlich ihr Aussehen verändern. Diese Naturphänomen  existieren nur im Spätfrühling bzw. im Frühsommer .

Zwei dieser Eiskapellen werden nachfolgend näher beschrieben.

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DIE SCHÖNBERGHÖHLE IM DACHSTEIN

Allgemeines: Wer mit der Seilbahn von Obertraun zur Schönbergalm fährt, denn fällt vielleicht kurz vor der Bergstation auf der linken Wandseite ein Höhlenportal auf. Das dunkle Portal in der über 120 m hohen, teilweise überhängenden Wand ist der Eingang der Schönberghöhle Diese Riesenhöhle (Kat.Nr. 1547/70 a, b) in 1.260 (Eingang A) bzw. 1.271 m (Eingang B) Meereshöhe wurde erst  1974 entdeckt und ist derzeit die viertgrößte Höhle des Dachsteingebirges. Trotz der vermessenen Länge von über 9.192 m hat diese bemerkenswerte Höhle mit 189 m nur eine verhältnismäßig geringe vertikale Ausdehnung.

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DER GOLDLOCH-STOLLEN BEI HALLSTATT

Allgemeines: Etwa in der Mitte zwischen den Weltkulturorten Hallstatt und Obertraun befindet sich der Hirschbrunn-Quellbezirk. Es handelt sich um ein ausgedehntes Quellgebiet am  Nordrand vom Dachsteingebirge. Bedingt durch den geologischen Schichteinfall entspringen hier nahe dem Seespiegel vom Hallstättersee zahlreiche episodisch aktive Quellen. Bekannt sind vor allem die Riesenkarstquellen „Hirschbrunn“ (Kat. Nr. 1546/1) und der „Kessel“ (Kat. Nr. 1546/2). Letzterer hat eine Verbindung mit der derzeit 103 km langen Hirlatzhöhle. (Stand 2018). Im Hirschbrunn-Quellbezirk gibt es aber auch eine Halbhöhle mit Felszeichen, einen 34 m tiefen Naturschacht („Alter Kessel“) und zwei geheimnisvolle Stollen. In einem dieser Objekte und in der Umgebung wurden prähistorische Gegenstände gefunden.

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DER WALDBACHSTRUB

Der Waldbachstrub bei Hallstatt OÖ. gehört sicherlich zu den schönsten Wasserfällen von Österreich. Genau genommen vereinen sich drei alpine Bäche zu einem gemeinsamen Wasserfall, welche bis zu einer Höhe von 95m in eine Schlucht stürzen. Der Hauptzufluss ist dabei der Waldbach, welcher kurz zuvor aus einer Höhle (Waldbachursprung) entspringt und hauptsächlich klares und eiskaltes Gletscherwasser liefert. Von der Nordwestseite (Plassen) stürzen zwei weitere Bäche in das kaskadenförmige Bachbett.

 

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DER WALDBACHURSPRUNG

Allgemeines: Der Waldbachursprung  (Obere Waldbachursprung und Untere Waldbachursprung)  in der Nähe von Hallstatt OÖ. gehört  zu den größten Karstquellen in Österreich.  Die durchschnittliche Wassermenge beträgt 3.100 Liter pro Sekunde, kann aber bei extremer Wettersituation bis zu 10.000 und mehr Liter betragen. 

Von den sieben Riesenkarstquellen auf der Dachsteinnordseite hat der Waldbachursprung wegen der Trinkwasserversorgung von Hallstatt wohl die größte Bedeutung. Der aus der Höhle austretende Waldbach rinnt nach 4 km Länge und bei einen Höhenunterschied von 440m in den Hallstättersee. Auf dem Weg zum See durcheilt der Waldbach teilweise eine tiefe Klamm und bildet dabei einen fast 100m hohen Wasserfall. Dieser sogenannte Waldbachstrub ist ein aussergewöhnliches Naturspetakel und ein beliebtes Ausflugsziel.

 

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DAS TIERGARTENLOCH

Allgemeines: Man ist sich auch in Fachkreisen nicht einig – ist das Tiergartenloch die größte Doline oder die größte Höhlenruine von Dachsteingebirge?  Der Name ist auf jeden Fall eine ordentliche Untertreibung, denn einen kesselförmigen Abgrund mit 410 m Umfang und 12.600 Quadratmeter kann man eigentlich nicht als „Loch“ bezeichnen. Auch der Name „Tiergarten“ ist falsch und kommt von der Zeit, als die Dialektwörter von auswärtigem Geographen in Deutsch übersetzt wurden. Das „Tier“ hat ursprünglich „Dürr“ geheißen, also ein Gebiet, wo wenig wächst. In einer Höhenlage von 1400 m, noch dazu auf der Nordwestseite, gedeihen Pflanzen bekanntlich unter erschwerten Bedingungen. Der Name könnte aber auch mit der unterhalb befindlichen Ortsbezeichnung "Hohen Dürren" zusammen hängen.

 

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KRIPPEN VON HELGA KIENESBERGER

Der Bau und das Ausstellen von Krippen in der Weihnachtszeit hat  im Inneren Salzkammergut eine besondere Tradition. Praktisch jede Kirche und etliche Privatbesitzer haben vom Hl . Abend bis zum 2. Februar (Maria Lichtmess) verschiedene Krippen aufgebaut. In erster Linie sind es Landschaftskrippen mit Bezug auf das Salzkammergut. Auch die orientalischen Formen sind beliebt und fallweise findet man bei uns auch Kastenkrippen. Der Aufbau der größeren Krippen mit dem meist handgeschnitzten Figuren beginnt dabei schon oftmals im November und hat damit jedes Jahr ein anderes Aussehen. Gerade die Landschaftskrippen werden schon seit Jahrhunderten in den Familien weitervererbt und gepflegt. Die drei Weisen (Hl. 3 Könige) werden erst am 6. Januar dazugestellt.

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DAS HÖLLENLOCH BEI LAUFFEN

Allgemeines: Es gibt kein Karstobjekt im „Inneren Salzkammergut“, welches so mit Sagen und Legenden umwoben ist wie diese Höhle bei Lauffen. Das Höllenloch oder Hölloch (Kat. Nr. 1612/1) ist schon seit etlichen Jahrhunderten bekannt und hat Stoff für viele abenteuerliche Geschichten geliefert. Da sind die Sagen vom Teufel, verwunschenen Menschen, Schatzgräbern und Deserteuren. Von heimlichen Zusammenkünften in der Reformationszeit wird berichtet und auch von angeblichen Selbstmördern. Tatsächlich wurden etliche Skelette gefunden, welche von mindestens drei Menschen stammen.

Die Höhle ist insgesamt 373m lang und befindet sich in 540m Seehöhe.

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DER ARIKOGEL AM HALLSTÄTTERSEE

Der Arikogel befindet sich im südlichen Salzkammergut, Bundesland Oberösterreich, Gemeinde Bad Goisern, Ortschaft Steeg. Dieser kleine und niedere Berg erhebt sich inmitten eines flachen Tales und befindet sich im Nahbereich vom 508 m hoch gelegenen Nordende am Hallstättersee.

Für den Besucher des Inneren Salzkammergutes, aber auch für viele Einheimische, ist der Arikogel ein unbedeutender Hügel. 

In Wirklichkeit gibt es in diesem sagenumwobenen Arikogel ein altes Stollensystem, wo schon vor Jahrhunderten verschiedene Erze abgebaut wurden. Dazu kommt noch ein sehr wertvoller Schatzfund und ein reiches römisches Grab.

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STURM AM HALLSTÄTTTERSEE

Allgemeines: Der Hallstättersee befindet sich im südlichsten Teil von Oberösterreich und hat eine flächenmäßige Ausdehnung von   8.55 Quadratkilometer. Der fjordartige See in 508m Meereshöhe ist 5.9 km lang, maximal 1.38 km breit und enthält 557 Millionen Kubikmeter Süßwasser in Trinkqualität. Der Alpensee erreicht seine größte Tiefe mit 125m. Diese Stelle befindet sich etwa 150m nordwestlich der Eisenbahnbrücke.

Das Foto wurde aus dem Portal vom "Rabenkeller", einer Höhle in der Hirschaualm, aufgenommen. Links im Bild sieht man Hallstatt und gegenüber den Sarstein mit Schloss Grub.

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GOSAUKAMM: DER FREYATURM

ALLGEMEINES:  Alfred Radio-Radiis hat zwischen 1908 und 1950 insgesamt fünf Ausgaben eines handlichen Führers mit dem Titel „Dachsteingebirge und die angrenzenden Gebiete" im Wiener Artaria-Verlag herausgebracht. Die größte Verbreitung hatte die 3. Auflage, welche 1922 erschien. Der Führer hatte 361 Seiten und enthielt etliche Bilder und Pläne.

Die 4. Auflage erschien 1932 und hatte bereits 592 Seiten. Die 5. Auflage wurde 1950 gedruckt. Dazu erschien ein Ergänzungsband mit 150 Seiten. Damit hatte dieser letzte Dachsteinführer von Radio-Radiis insgesamt 744 Seiten.

 

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GOSAUKAMM: DIE GEDÄCHTNISKAPELLE

Dieser Gebirgszug mit seinen vielen Gipfel, Zacken und Graten beherrscht das Hintergrundbild von Gosau. Dieser eindrucksvolle Felsenkamm befindet sich westlich vom zentralen Dachsteingebirge und erstreckt sich in Nordwest-Südost-Richtung.

Der Gosaukamm ist und war ein Eldorado für Bergsteiger und extreme Kletterer.

Die Größe Bischofsmütze als höchster Gipfel hat eine Höhe von 2.458 m. Bekannt und beliebt für Wanderer und Skifahrer ist vor allem das Gebiet um die Zwieselalm. Das Almgebiet ist mit einer Seilbahn bequem erreichbar.Leider gab es im  Gosaukamm im Laufe der Zeit auch etliche Unglücke und davon viele mit Todesfolge.

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SCHNECKEN IN DER GOSAUKREIDE

Die ersten marinen Schnecken (= Gastropoden, die neben Muscheln und Tintenfischen zum Stamm Mollusken = Weichtiere) gehören) lebten bereits vor 570 Millionen Jahren in den damaligen Urmeeren. Im Laufe der Evolution haben sich zahlreiche Arten entwickelt und eroberten später auch auf dem Landweg fast die ganze Erde. In den Urmeeren, somit auch in der oberen Kreidezeit (Gosaukreide), lebten diese Weichtiere meistens in den flachen Wasserzonen, welche noch vom Sonnenlicht erreicht wurden. Die Nahrung bestand hauptsächlich aus Algen. Zum Schutz des Körpers bauten die Tiere aus Kalk und Aragonit die verschiedensten Formen von rundlichen, oft spiralförmigen Gehäusen aus.

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KORALLEN IN DER GOSAUKREIDE

Korallen gibt es nach Aussagen der Wissenschaftler auf unseren Planeten schon seit 300 Millionen Jahren. Man findet diese festsitzenden Tiere heute noch in allen Weltmeeren. Doch ist ihr Bestand mittlerweile durch von Menschen verursachte Umwelteinflüsse teilweise stark gefährdet.

Korallen kommen ausschließlich im Meer vor. In Zusammenhang mit diesem Artikel sind hier nur die Steinkorallen interessant, welche durch Einlagerung von Kalk verschiedene Skelettformen bilden. Diese festsitzenden (Blumen)Tiere ernähren sich von Plankton und bevorzugen deshalb strömungsreiches Wasser. Die Mundöffnung ist mit Tentakeln gesäumt. Die einzelnen Polyphen erinnern an Blumen oder Sterne. Korallen kommen vorrangig in der Nähe der Wasseroberfläche vor. Es gibt aber auch sogenannte Kaltwasserkorallen, welche in Tiefen zwischen 100 und 300 m Riffe bilden.

Aus der Gosaukreide sind fast nur Steinkorallen erhalten. Es ist anzunehmen, dass diese ehemaligen Lebewesen so wie heute verschiedene Farben aufwiesen. 

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DER HISTORISCHE SALZBERGBAU BEI BAD ISCHL

Im Jahre 1563 wurde offiziell der Ischler Salzberg eröffnet. Mit dem ersten Stollenanschlag vor mittlerweile über 450 Jahren bis heute erstreckt sich eine ungemein wechselhafte Geschichte. Viele Generationen von Bergmännern aus dem heutigen Bad Ischl und Umgebung haben ihr ganzes berufliches Leben in den Stollen verbracht oder verdingten sich als Holzknechte, Salinenarbeiter oder Schiffer an der Traun. So wie in Hallstatt und Bad Aussee war das „weisse Gold“ der Mittelpunkt des Lebens. Man denke an die Bergknappen, welche gerade in der Pionierzeit jahrelang mühselig zentimeterweise im tauben Felsgestein vordrangen, bis sie endlich das Salzlager erreichten. Wie viele Hoffnungen und Enttäuschungen und persönliche Schicksale sich damit verbunden, kann man heute nur mehr ahnen.

Mittlerweile ist es stillgeworden um den Ischler Salzberg. Aus wirtschaftspolitischen Gründen wurde der Bergbau am Beginn des dritten Jahrtausends eingestellt. Viele Stollen sind verfallen und teilweise nicht mehr genau lokalisierbar. Die meisten ehemaligen Knappenhäuser und Wirtschaftsgebäude sind in einen desolaten Zustand und nicht mehr bewohnbar.

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DER SALZKAMMERGUT-SOLEWEG

Allgemeines: Der insgesamt 42 km lange Salzkammergut-Soleweg (Soleleitungsweg) ist einer der schönsten und historisch interessantesten Wanderwege in Österreich und führt zugleich entlang der ältesten Pipeline der Welt.

Die Pipeline mit dem „flüssigen weißen Gold“ wurde ab 1595 erbaut und erstmals 1607 in den Betrieb genommen. Damit ist die ursprüngliche Leitung und dazugehörige Weganlage über 420 Jahre alt.  Der gesamte Weg verläuft vom Hallstätter Salzberg bis zur Saline Ebensee. Es gibt entlang des Soleweges deutliche Hinweisschilder, zahlreiche Informationssäulen bzw. Tafeln und Ruhebänke. Entlang des Weges wird der Wanderer mit einem blauen, kubischen Würfel auf die Entfernung zum Salzberg hingewiesen. Unabhängig davon weisen separat gelbe Markierungen mit blauen Bergsymbolen darauf hin, dass man sich auf den SalzAlpensteig befindet.

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DER SOLEWEG VON BAD ISCHL NACH BAD GOISERN

Etappe 1:    Von Bad Ischl über Lauffen nach Bad Goisern

 

Allgemeines: Der Salzkammergut–Soleweg ist in diesem Führer in vier Teilstrecken mit unterschiedlichen Anforderungen unterteilt. Wenn Sie mehr wissen wollen über die Kultur und Geschichte des Soleleitungsweges, so möchte ich auf den Artikel „Der Soleweg von Bad Ischl nach Hallstatt“ in der gleichen Homepage hinweisen.

Charakteristik: Das 5.2 km lange Teilstück führt kurz vor dem Kaiser – Jagdstandbild in Bad Ischl etwa parallel zur Traun bzw. deren Seitenarmen in Richtung Lauffen. Vorbei an der PKS-Villa und der berühmten Blumenthal-Villa wird der uralte Wallfahrtsort Lauffen erreicht. Hier laden die Kirche „Maria im Schatten“, der Fußgängerübergang über die Stromschnellen der Traun, die alte Anzenaumühle oder die Schießstätte zur Besichtigung ein. Oder wie wäre es mit einem Abstecher zum sagenumwobenen Höllenloch? Lauffen hat auch eine ÖBB-Haltestelle und eine Postbusverbindung.

Weiter geht’s immer in Sichtweite der Traun durch Buchenwälder und breiten Wiesenhainen bis zur Siedlung Weissenbach, welche bereits zur Gemeinde Bad Goisern gehört.

Der Soleweg ist naturbelassen, nur im Lauffen und ein kleines Stück in Weissenbach sind Soleweg und Straße identisch.

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DER SOLEWEG VON BAD GOISERN NACH STEEG

Etappe 2: Von Bad Goisern nach Steeg am Hallstättersee

 

Chrakteristik: Dieses Teilstück ist mit 7.2 km am längsten und durchquert das ganze Goiserertal in durchschnittlich 500 m Meereshöhe an der nordwestlichen Peripherie. Der Soleweg zieht sich anfangs ab Bad Goisern-Weissenbach und dann oberhalb der Traun und der Ortschaft Wildpfad durch Felder und Mischwälder hindurch. Nach 2 km könnte man schon in der Nähe des Kurhauses Hanuschhof in ein gemütliches Gasthaus direkt an der Traun einkehren. Wie schon erwähnt ist im ersten Abschnitt die Traun ein Wegbegleiter. In der schmucken Goiserer Ortschaft Gschwandt sind dann zeitweise die Straße und Soleleitungsweg identisch. Grundsätzlich nähert man sich immer mehr dem düster wirkenden Ramsaugebirge. In Gschwandt geht es ein paarmal auf der Straße auf und ab, bevor man wieder von Wiesen und Wald umgeben wird.

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DER SOLEWEG VON STEEG ZUM GOSAUZWANG

 

Etappe 3: Von Steeg zum Gosauzwang

Charakteristik: Dieses Teilstück ist mit knapp 3 km am kürzesten und führt oberhalb vom nördlichen Ufer des Hallstättersee bzw. der B145 bis zur großen Brücke „Gosauzwang.“ Dieses interessante Wegstück liegt im Welterbegebiet und ist zugleich ein Teil des Salzalpensteiges.

 

Der Soleweg zieht sich ab der Wegkreuzung in Steeg  anfangs beschaulich durch Mischwald dahin. Man überquert eine Brücke, wo sich darunter die gewaltigen Wasserrohre befinden, welche von Gosau durch den Berg gelegt wurden und das unterhalb liegende E-Werk speisen. Schön ist der Blick zur Ortschaft Steeg und dem sagenumwobenen Arikogel. Deutlich erkennt man am Nordende vom See die fünfhundert Jahre alte Stauanlage. Dann nähert man sich immer mehr den steilen Wänden vom Ramsaugebirge. Es folgt das Areal, wo 1952 eine gewaltige Steinlawine bis zum See stürzte. Dann führt der Soleweg zunehmend in den felsigen Bereich und fordert vom Wanderer eine gewisse Aufmerksamkeit. Stellenweise fällt die Wand senkrecht zur Straße ab. Ein Geländer ist nur teilweise vorhanden. Nach einer Rechtskurve kommt man wieder in den Buchenwald und kurz darauf erreicht man eine Solewärmestube bzw. das Wegmacherhaus. Unmittelbar darauf beginnt die Talschlucht mit der berühmten, 130 m langen Brücke (Gosauzwang) über den Gosaubach. Hier kann man auch zur Bundesstraße absteigen.

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DER SOLEWEG VOM GOSAUZWANG ZUM SALZBERG

Etappe 4: Vom Gosauzwang zum Hallstätter Salzberg

 

Dieser Abschnitt ist sicherlich der interessanteste Teil des Soleleitungsweges. Dieser rotweißrot markierte Weg beginnt am Anfang der imposanten Brücke über den Gosauzwang (Südseite) und endet nach 4.5 km und einen Höhenunterschied von rund + 270  m am Hallstätter Salzberg bzw. am Rudolfturm.

Entlang des Weges müssen sieben steile Gräben und die Mühlbachschlucht gequert werden und zuletzt führen insgesamt fast 400 Stufen bis zum Endpunkt. Das Gestein besteht anfangs noch immer aus dolomitisierten Dachsteinkalk, geht aber gegen Hallstatt zu mehr in gebankten Dachsteinkalk über.

 

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DER DICKLBERGER-THEMENWEG AM BAD ISCHLER SALZBERG

1.     Allgemeines:

Der Themenweg beginnt bei der Parkmöglichkeit am Talschluss von Perneck. Rund 95 Prozent des Weges besteht aus einem Rundgang und führt wieder an den Ausgangspunkt zurück. Es sei nicht verschwiegen, dass dieser Weg vor allem in  Talnähe relativ steil ist und etwa zu 50 Prozent entlang von Forststraßen bzw. Güterweg führt. Die andere Hälfte führt durch Mischwald und entlang von Bachläufen. Der Dicklbergerweg bietet die Möglichkeit, in rund zweieinhalb Stunden Gehzeit den alten Lauffner Berg und den neueren Pernecker Berg zu erkunden. Es können dabei insgesamt  elf Stollen bzw. dessen vermutete Lage kennengelernt werden. Dazu kommt noch eine Felsbildstation, die Bergkirche, alte Knappenhäuser, die ehemalige Schaffersäge und weitere Gebäude und Ruinen.

 

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DAS WARMWASSER AM HALLSTÄTTERSEE

ALLGEMEINES: In der Nähe der Ortschaft Gosaumühle, Gemeinde Bad Goisern OÖ. befindet sich direkt am Seeufer vom Hallstättersee eine Stollenanlage. Dieser Stollen führt mit insgesamt 165 m Länge in das Ramsaugebirge hinein. Der ursprüngliche Stollen wurde wahrscheinlich schon vor über 500 Jahren geschlagen. Mit dem "warmen Wasser" aus dem Berginneren wurden vor allen in Bäderform verschiedene Hautkrankheiten behandelt. Nach dem Aufstauen des Sees im 16. Jahrhundert wurde das warme Wasser mit dem kalten Seewasser vermischt und der Betrieb eingestellt. Im 18. Jahrhundert nutzte man erneut das Quellwasser für medizinische Bäder. Spätestens mit dem Straßenbau um 1810 wurde die Anlage verschüttet und der  Ort geriet fast in Vergessenheit.

In den Jahren 1957 bis 1972 versuchten einige pensionierte Bergleute aus der Umgebung, mit einen neuen Stollen wieder auf das Warmwasser zu stoßen. Trotz jahrelangen Einsatz der Idealisten unter härtesten Bedingungen mit Minustemperaturen scheiterte das Unternehmen. Groß war am Ende die Enttäuschung, nachdem alle Anstrengungen umsonst waren. Umsonst?  Aus der gegenwärtigen Sichtweise heraus gesehen, muss man leider ja sagen. Aber wer weiß, ob nicht in Zukunft ein neuer Versuch gestartet wird, diese natürlichen Ressourchen zu nützen.

 

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DIE GSCHLÖSSLKIRCHE

Allgemeines: Diese Höhle gehört zu den interessantesten Karstobjekten im westlichen Dachsteingebirge. Diese Höhle befindet sich an der Westseite vom zinnenartigen „Gschlösslkogel“, etwa eine Gehstunde unterhalb der Adamekhütte.

Der Weg dorthin ist lang und beschwerlich und trotzdem hat sich gerade der berühmte Alpenforscher Friedrich Simony mit dieser Höhle beschäftigt und bereits 1844 davon ein Farbgemälde angefertigt.

Die Gschlösslkirche hat drei Eingänge, durch welche das Tageslicht in den domartigen Hohlraum fällt und eine mystische Stimmung erzeugt. Ob diese Höhle als „Kirche“ während der Gegenreformation von den evangelischen Christen aufgesucht wurde, kann trotz einiger Hinweise nicht bestätigt werden. Vielleicht war es ein Versteck von geschmuggelten religiösen Luther-Schriften.

Persönlich vermute ich, dass die „Gschlösslkirche“ in der berühmten Weihnachtserzählung „Bergkristall“ von Adalbert Stifter eine Rolle spielt. Weitere Einzelheiten weiter unten.

 

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DIE KALMOOSKIRCHE

Allgemeines: Die bekannteste Höhle im Gebiet der Kalmberge (Ramsaugebirge) ist sicherlich die Kalmooskirche (Kalmoskirche, Kohlmooskirche, Kollmoskirche). Diese teilweise geräumige Höhle diente schon in der Gegenreformation und vor allem während des Geheimprotestantismus als Zufluchts- und Andachtsort für die verfolgten Protestanten. Vieles deutet darauf hin, dass im 17/18. Jahrhundert dort öfter gottesdienstliche Handlungen durchgeführt wurden. Manche Besucher „spüren“ im Eingangsbereich noch heute diese Energie. Die Fremdenverkehrswerbung hat nun diese Höhle ebenfalls für sich „entdeckt“ und den Ort als Glücksplatz und Krafthöhle deklariert. In einem der Prospekte kann man lesen: „Tausende Gebete, Verzweiflung, Hoffnung und unerschütterliche Glaubensbekenntnisse haben die Patina dieser Höhlenwände gefärbt...“.

 

Die Kalmooskirche ist sicherlich ein besonderer Ort mit einer eigenen Ausstrahlung. Manchmal finden noch Gedenkfeiern statt, welche von der evangelischen Kirche aus Goisern veranstaltet werden. Diese werden sehr würdevoll und mit großem Ernst zelebriert.

 

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DIE KOPPENBRÜLLERHÖHLE BEI OBERTRAUN

 

In Obertraun, dem südlichsten Ort von Oberösterreich bzw. dem Salzkammergut, gibt es eine episodisch aktive Wasser- und Tropfsteinhöhle, welche schon vor 110 Jahren für den Tourismus erschlossen wurde.

Der Weg zur Koppenbrüllerhöhle befindet sich am östlichen Talschluss von Obertraun. Dort beginnt die von der Traun durchflossene, rund 7 km lange Talschlucht zwischen dem knapp 1.800 m hohen Koppengebirge und dem etwa höheren Sarsteingebirge. Die Schauhöhle ist von der Straße aus bzw. von der ÖBB-Haltestelle Obertraun-Koppenbrüllerhöhle bequem in rund 20 Minuten Gehzeit erreichbar. Neben der Bahnhaltestelle  führt eine Brücke über den Traunfluß. Dort befindet sich das Gasthaus „Zur Koppenrast“. Hier beginnt auch die anfangs steile Passstraße, welche nach Bad Aussee, Bundesland Steiermark, führt. Man kann nach 15 Gehminuten den kleinen, aber schönen Koppenwinkelsee (Naturschutzgebiet) und die Koppenwinkelalm besuchen. Ein 9.5 km langer  Weg führt durch die Koppenschlucht nach Bad Aussee.  Auf den Höhenweg kann man  nach Obertraun wandern. Alpinisten können auf steilen Pfaden zur Landfriedalm und Königreichalm hochsteigen.

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DER RABENKELLER BEI HALLSTATT

Allgemeines: Der Eingang vom RABENKELLER gehört mit zu den größten Höhlenportalen im gesamten Dachsteingebirge. Man kann dieses Riesenportal von Hallstatt-Markt bzw. vom Ortsteil „Im Römischen“ (Tremischen) und der Gemeinde Obertraun gut mit freiem Auge erkennen. Um das Jahr 1900 herum wurde diese auffällige Höhle auch als „Rabenloch“ bezeichnet. Johann Baptist Bohadsch, welcher im Jahre 1762 das Gebiet bereiste, schrieb darüber. „Mitten auf dem Hirschauerberg ist in einem Felsen eine tiefe Höhle, Rabenkeller genannt."

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"KESSEL" UND "ALTER KESSEL" BEI HALLSTATT

Der ganze Bereich am Südende vom Hallstättersee wird hydrografisch als Hirschbrunn-Quellbezirk definiert. Zur Zeit der Schneeschmelze oder bei langandauernden Regenfällen bis hinauf zur Gletscherregion kommt es zum Austritt zahlreicher Quellen.

Die größten davon sind der HIRSCHBRUNN und der KESSEL. Während der HIRSCHBRUNN im Frühsommer sehr häufig aktiv ist, tritt der Kesselbach nur selten aus seinem stets mit Wasser gefüllten Schlund.

Der innere Zusammenhang beider Riesenquellen ist noch nicht bewiesen, aber sehr wahrscheinlich. Der KESSEL ist ein Teil der HIRLATZHÖHLE.

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DER HIRSCHBRUNN - QUELLBEZIRK

Etwa in der Mitte, zwischen Hallstatt und Obertraun im Inneren Salzkammergut, befindet sich der HIRSCHBRUNN-Quellbezirk. Dieses Areal wird seit dem Jahre 1901 durch die Landesstrasse geteilt. Die Riesenkarstquelle HIRSCHBRUNN liegt an der Seeseite,  der quelltopfförmige  KESSEL  und ALTE KESSEL befindet sich 400 m entfernt auf der Bergseite.

 In der Umgebung dieser zwei episodischen Riesenkarstquellen gibt es zahlreiche Spalten, aus denen bei gewissen Wettersituationen fallweise Bächlein herausrinnen. Diese Wasseraustritte tendieren zwischen dem Seespiegel bei 508 m und etwa 100 m höher. Zahlreiche Quellen treten ganzjährig direkt im See aus. Bei strengen Wintern gefriert manchmal der an dieser Stelle recht flache Hallstättersee zu, das sogenannte „Träunl.“. Dann bleiben diese Örtlichkeiten im Eis offen und werden als Köhbrunnen oder als Kehrbrunnen bezeichnet.

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DIE BRANDGRABENHÖHLEN BEI HALLSTATT

Am Beginn der Nordwand vom Vorderer Hirlatz in der Nähe von Hallstatt befinden sich die Eingänge der Oberen Brandgrabenhöhle. Die kleinen Bergöffnungen - die einheimische Bezeichnung lautet Brandloch - sind sicherlich schon sehr lange bekannt. Denn durchschnittlich alle sieben Jahre bricht aus dem Berg ein reißender Wildbach hervor.  Das Wasser ergießt sich dann durch den Brandgraben in das Echerntal und vereinigt sich dort mit den Waldbach. Nach etwas über 1 km mündet der Waldbach dann in den Hallstättersee. 

Wenn der Brandbach aus der Höhle austritt, so gab es schon vorher starke Regenfälle bis hinauf in die Gletscherregion. Die bestehende Hochwassergefahr wird dann nochmals verstärkt. "Der Brandbach geht", sagen dann die Ortsbewohner und betrachten mit Sorge die reißenden, dunkelbraunen Fluten.

Einmal ereignete sich dabei eine Tragödie. Der einzige Sohn des bekannten Forschers Dr. Friedrich Morton ertrank im Brandbach und wurde in den See hinaus geschwemmt.

 

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DIE KARLGRABENHÖHLE

 

Allgemeines: Die Karlgrabenhöhle sollte einmal die Schauhöhle für die Hallstätter Bevölkerung werden. Nach dem Motto, was die Obertrauner können, können wir schon lange. Nur so kann man sich rückblickend den ganzen Rummel erklären, welcher um das Jahr 1928 herum entstanden ist. Nach der anfänglichen Begeisterung ist es dann bald wieder still geworden. Die gut 350 Meter  lange, sicherlich interessante Höhle, wurde als erstes Objekt in Oberösterreich unter Denkmalschutz gestellt.

Nur wenige Einheimische kennen überhaupt noch die Karlgrabenhöhle. Der Zugang ist steil, mühsam und lawinengefährlich. Die Steiganlagen in der Höhle sind mittlerweile verfallen.

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DAS "RÖMISCHE" GOISERN

Das Salzkammergut ist ein altes Kulturland und die ältesten Funde in der Salzbergregion um Hallstatt sind auf ein Alter von 7.000 Jahre datiert. Bergbau wurde bereits in der wärmeren Bronzezeit 13. – 11. Jhd. v. Chr (Urnenfelderzeit) und dann nochmals in der Hallstattzeit (Ältere Eisenzeit, 800 – 450 v. Chr.) betrieben. Das jeweilige Ende des Bergbaues in der Bronzezeit und  Hallstattzeit (Ältere Eisenzeit) wurde durch Muren ausgelöst. Im 2. Jahrhundert v. Chr.  wurde der spätkeltische Bergbau (Latenezeit) vermutlich aus Sicherheitsgründen auf die hochgelegene Dammwiese in 1.300 m Höhe am Fuße des Plassen verlegt. Die Kelten blieben dort oben bis zum 2. Jhd. n. Chr.

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HIPPOSANDALEN UND HUFEISEN

 

Allgemeines

Hufeisen und Ochseneisen sind für Trag- und Zugtiere notwendig, sobald diese für irgendwelche Einsätze in der Land- und Forstwirtschaft oder in der hobbymäßigen Reiterei benötigt werden. Im Salzkammergut kam noch die große Bedeutung der sogenannten „Traunrößer“ hinzu, welche jahrhundertlang die Salzzillen flußaufwärts zogen. Auch bei Einsätzen von Pferden in Kriegszeiten war der Schutz wegen der enormen Abnützung der Hufen unbedingt erforderlich.

Nun drängt sich die Frage auf, wann diese Hufeisen erfunden wurden. Damit beginnt auch schon die Meinungsverschieden-heit zwischen den Experten. Ein Teil der Forscher ist der Ansicht, dass dieser Hufschutz schon von den Kelten im 2. Jhd. v. Chr. benutzt wurden und später von den Römern übernommen wurde. Die Mehrheit der Historiker geht aber davon aus, dass die aufgenagelten Hufeisen ab Beginn des Hochmittelalters zum Einsatz kamen. Zuvor verwendeten die Römer eine besondere Art von Pferdeschuh, welche als Hipposandalen bekannt sind. Tatsache ist, dass es keine einzige Statue oder Zeichnung aus der Kelten- und Römerzeit gibt, wo man eindeutig Hufeisen oder Hipposandalen erkennen kann.

  

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SCHLANGEN IM INNEREN SALZKAMMERGUT

Jeder Mensch, welcher sich gerne in der Natur aufhält, wird irgendwann mit der Schlangenwelt in Berührung kommen. Meist erschrickt man, wenn so ein Reptil plötzlich im Blickfeld auftaucht. Dann kommt meistens die Frage. Gefährlich oder harmlos? Fast immer ist die Angst unbegründet, denn Schlangen beißen nur zu, wenn diese unmittelbar bedroht werden.

Im Inneren Salzkammergut gibt es noch verhältnismäßig viele Schlangen, aber meist an Orten, wo man selten hinkommt. Von den bei uns vier vorkommenden Arten samt Varianten ist nur eine giftig, nämlich die bekannte Kreuzotter.

Ich bin bei meinen Bergwanderungen häufig auf Schlangen gestoßen und habe mich deswegen für diese Tiere immer interessiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass Schlangen manche Gebiete bevorzugen und andere Gegenden fast komplett meiden. Ich möchte daher nachfolgend meine persönlichen Erfahrungen wiedergeben.

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DER KOPPENWINKELSEE BEI OBERTRAUN

Der idylische Koppenwinkelsee befindet sich an der Nordseite des Dachsteingebirges. Dieses Gewässer  gehört zur Gemeinde Obertraun, dem südlichsten Ort von Oberösterreich. Obertraun liegt in 513 m Seehöhe, hat rund 750 Einwohner und ist Ausgangspunkt zu den berühmten Dachsteinhöhlen. Durch das Talbecken fließt die Traun, welche zuletzt in den Hallstätter See mündet.

Der Koppenwinkelsee, von den Einheimischen auch als Koppenlacke bezeichnet, erstreckt sich am östlichen Talschluß von Obertraun. Dort beginnt der Koppenpaß, von wo die anfangs steile Straße nach Bad Aussee führt. Vor dem Pass bzw. direkt neben der Traun  gibt es eine ÖBB-Haltestelle mit Anschluss zum nationalen Bahnnetz, welche aber  nur in den Sommermonaten bedient wird. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Wirtshaus "Zur Koppenrast". Am Beginn des Passes bzw. direkt beim Kinderferienheim befindet sich ein Parkplatz. Von hier aus führt eine private Forststraße ohne Steigung nach rund 15 Minuten Gehzeit zum Koppenwinkelsee.

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ERINNERUNGEN AN MEINE KINDHEIT IN HALLSTATT

Ich bin kurz nach dem 2. Weltkrieg in Hallstatt Lahn 1 (Amtshaus) geboren. Als Erstgeborener musste ich mich viel um meine Geschwister kümmern. Wir waren zuletzt acht Geschwister und meine Tante hatte sogar 14 Kinder geboren. Für die damalige Zeit waren kinderreiche Familien nichts Besonderes.

Unterhalb vom Amtshaus rauchte der große Schornstein von der Saline und am Kanal fuhren die Mutzen ein, um das Salz über den See zum Obertrauner Bahnhof zu befördern. Parallel zum Hafen verlief ein Schienenstrang, wo die Asche beim Aschensteeg in den See gekippt wurde Finanziell fehlte es bei vielen Arbeiterfamilien in allen Ecken und Enden. Beim Kaufhaus Eder ließ man spätestens ab Monatsmitte „aufschreiben“.  Nachdem die meisten anderen Familien ebenso wenig Geld hatten, fiel dieses nicht weiter auf. Ich kann mich nur erinnern, dass meine Mutter zum „Hamstern“ in das Innviertel fuhr und für einen echten Pelzmantel 1 kg Speck und 15 Eier bekam. Aber es wurde dann jedes Jahr wirtschaftlich gesehen etwas besser.

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DIALEKTAUSDRÜCKE FÜR ALKOHOLISIERTE MENSCHEN

Es gab einmal im Inneren Salzkammergut eine Menge Wirtshäuser, die alle gut besucht wurden. Man traf sich am Stammtisch, ließ sich von der einheimischen Kellnerin eine Halbe einschenken oder ein Glas Wein kredenzen. Man unterhielt sich über die Arbeit, der örtlichen Politik, Sport oder anderen Begebenheiten. Nicht selten wurde ein Lied angestimmt und mehrstimmig laut und nicht immer ganz richtig gesungen. Öfters griff auch einer der Gäste nach der Steirischen und es gab einen Landler oder Steirer, wo natürlich dazu gepascht wurde. Im Nebenraum saßen die Bergmeister oder die höheren Beamten und spielten Karten. Zur späten Stunde ging oder wankte dann so mancher Gast mit mehr oder weniger Alkohol im Blut nach Hause. Gegen 1 Uhr kam dann ein Gendarm vorbei, um Sperrstunde zu machen. Dann schloss der Wirt die Haustüre und man feierte in der Gaststube oder in der Küche weiter.

 

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